Spielzeuge meiner Jugend

Tamagotchis
Jeder kannte sie wohl: Tamagotchis waren diese kleinen ovalen, meist eiförmigen Dinger, deren Grundbedürfnisse (Essen, schlafen, aufs Klo gehen, Gesundsein) der Spieler befriedigen sollte. Meist waren die Tiere, die man versorgen sollte, entweder Küken, Katzen, Hunde oder Vögel.
Ähnlich wie heute Handys mit polyphonen Klingeltönen nerven, haben einem damals Tamagotchis den letzten Nerv geraubt.
Ich kann mich noch gut an Situationen auf dem Schulhof erinnern, in denen mitten im Gespräch beim anderen etwas in der Jackentasche piepte, dieser einem einen entschuldigten Blick zuwarf und auch schon wieder in die Pflege des kleinen, elektronischen Zwei- oder Vierbeiners vertieft war.
Auch wenn sie doch manchmal nervig waren - (z.B wenn mein Tamagotchi mitten in der Mathestunde Hunger hatte) eins ist klar: Der Tamagotchi-Trend war toll und vor allem unvergesslich!

Slimy
„Ihh, sieht das eklig aus!“ Auch ich dachte das, als ich den Slimy das erste Mal im Spielzeuggeschäft sah. Diese giftgrüne, schleimige Flüssigkeit, deren einziger Zweck war, sie sich auf die Handflächen zu schmieren, wirkte wirklich nicht gerade anziehend. Trotzdem war der Slimy kurze Zeit ein Trend bei den Kids.
Ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht mehr, was ich damals an diesem Glibberzeug, verpackt in einem Plastikgefäß, toll fand. Auch habe ich den Slimy nur selten aus dem Gefäß rausgeholt. Und zwar aus den einfachen Gründen, dass einem das schleimige Zeug immer die Finger verklebte, die grüne Masse glibbrig kalt war und außerdem auch noch komisch roch.
Soweit ich weiß hat sich der Trend damals nicht lange gehalten – zu Recht!

Polly-Pocket
Barbie in klein – genau so könnte man Polly Pocket in wenigen Worten beschreiben. Das kleine, aufklappbare Häuschen mit Swimmingpool bewohnte Polly Pocket, bei denen die meisten Mädchen in entzückende Schrei a la „Oh, wie süüüß“ ausbrachen. Ob ein Minikühlschrank, ein Bett, ein Wohnzimmer mit Miniatursofa – in Polly Pockets Häuschen war alles weniger als 2 Zentimeter groß!
Die Größe der kleinen Polly Pocket wurde mir ganz schnell zum Verhängnis. So fand ich meine Figur eines Tages (wahrscheinlich wurde sie versehentlich von einem Staubsauger eingesaugt..) nie wieder. Da das Häuschen ohne Puppe keinen Sinn mehr ergab, landete dieses bei mir sehr bald im Müll…

Gogos
Eigentlich müssen sich die Spielzeugentwickler dieser kleinen Plastikfigürchen, auch Gogos genannt, sich damals eine goldene Nase verdient haben. So war wirklich fast jeder, der auch irgendwie ein Trendsetter sein wollte, in der Schule oder Freizeit damit beschäftigt quitschbunten, verschiedenförmigen Plastikschrott durch die Gegend zu werfen.
Der Preis für die Gogos war völlig hirnrissig: 2 DM pro Tüte. Nur nebenbei: Insgesamt gab es etwa 50 verschiedene Gogofiguren. Tja, und wer alle haben wollte, musste eben mal sein Sparschwein plündern…
Doch nun muss auch ich zugeben: Ja, auch ich hatte Gogos und ich ärgere mich noch heute, dass ich das Geld nicht sinnvoller ausgegeben habe!

[missxyz]

Artikel aus: OHnE Jugend

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